Berichte

siehe auch die Unterseite Veranstaltungen und Ausflüge

 

Rund um den Bienentanz

Imkerverein bietet dieses Jahr an der Volkshochschule Backnang einen Imkerkurs für Anfänger an.
Artikel in der Backnanger Kreiszeitung vom 13.2.15     lesen bei BKZ online ››

 

Bericht zur Jahreshauptversammlung (26. Januar 2014)
Die Einladung zu dieser Jahreshauptversammlung wurde zusammen mit Jahresbriefs des
Vorstands und dem Jahresprogramm für 2014 am 23. Dezember 2013 an alle Mitglieder
versendet.
Begrüßung der Mitglieder durch Vorstand Chris Matties, Tagesordnung der HV.
Vortrag „Neue Erkenntnisse in der Varroaforschung“ von Eva Frey, Uni Hohenheim.
Frau Frey hat Agrarwissenschaft studiert und ist gelernte Imkerin. Sie ist wissenschaftliche
Mitarbeiterin an der Uni Hohenheim. Sie promoviert seit 4 Jahren.
Forschungsschwerpunkt: Biologie, Invasion und Spätvermehrung der Bienenmilbe.
- Grundlage: die Milbe verursacht weltweit große Schäden und stellt eine
wirtschaftliche Bedrohung der Imkerei dar.
- Verbreitungsgebiet Südostasien in Völkern von Apis cerana
- vor 100 Jahren entdeckt
- westliche Honigbiene Apis mellifera im asiatischen Raum eingesetzte – Übertritt der
Milbe auf den neuen Wirt
- 1978 zum ersten Mal in Deutschland aufgetaucht
- es gibt 2 verschiedene Varroa-Milben:
Varroa jacobsoni – ausschließlich auf den asiatischen Raum begrenzt – harmlos
Varroa destructor –Vorkommen bei westlicher und östlicher Honigbiene
optisch praktisch nicht zu unterscheiden
- nur unsere Biene wird geschädigt, die asiatische nicht!
- Australien und Teile von Afrika sind praktisch milbenfrei
- Apis cerana – Milben kommen nur in der Drohnenbrut vor
Die Bienen merken das – Drohnenzellen werden nicht geöffnet -
die Drohnen bleiben in den Brutzellen und sterben
die Bienen erkennen die Milbe als Schädling – sie haben ein
starkes Putzverhalten entwickelt.
- Apis mellifera – Putzverhalten ist schwach oder gar nicht ausgeprägt
Bienen erkennen nicht, dass die Brut befallen ist
Vermehrung der Milbe nicht nur in der Drohnenbrut, sondern auch
in der Arbeiterinnenbrut
deshalb ist bei uns eine Varroabekämpfung notwendig
- Bekämpfung seit 1982 mit verschiedenen Mitteln, die aber Rückstände im
Wachs hinterlassen
- Bekämpfung heute:
1. im Frühjahr Drohnenbrutentnahme
2. im Sommer 2x Ameisensäurebehandlung oder Thymovar
3. im Winter Oxalsäure
4. Diagnose während und nach den Behandlungen
- zugelassene Mittel:
60%ige Ameisensäure
Milchsäure
Oxalsäure
Oxuvar
Apiguard
Bayvarol – macht Resistenzen
Perizin – nicht mehr empfohlen – Rückstände im Wachs
- Bestandsbuch führen ist Pflicht!
- Toleranzzucht
eine natürliche Selektion ist in Deutschland nicht möglich
wir können die Paarung der Königin nicht ausreichend beeinflussen
Versuche in Schweden und Frankreich haben zu keinem positiven Ergebnis geführt
- die Hauptursache der Winterverluste ist die Varroa
im August ist die kritische Phase – es sollen eigentlich gesunde Winterbienen entstehen,
aber der Varroabefall steigt in dieser Zeit am meisten an
- Schäden, die die Varroamilbe an der Biene verursacht:
a) Milben saugen Blut der Biene – diese werden geschwächt, gestörtes Sozialverhalten
b) Sekundärinfektionen durch Viren: 6 verschiedene Virenarten die Verursacher von
z.B. deformierten Flügeln oder Sackbrut sind.
- Varroareproduktion
bereits 76 Stunden nach Verdeckelung der Brutzelle wird das 1. Ei gelegt. Das 1. Ei
wird ein Männchen, weitere Eier werden Weibchen. Das Männchen befruchtet seine
Schwestern
- 1-2 Tage vor der Verdeckelung sondern die Bienenlarven einen Stoff ab, der in den
Milben die Eibildung anregt.
- durch Verflug und Räuberei kann es zu einer Reinvasion der Milben kommen.
je dichter die Völker stehen, umso größer ist der Kontakt der Völker untereinander
- 20% Bienenverluste über Winter
- 60% Bienenverluste über Winter, wenn ein hoher Varroabefall war.
Zusammenfassung:
- im Herbst können noch mehr als 1000 Milben pro Volk eingetragen werden
- deshalb flächendeckend und gleichzeitig behandeln!
- Häufigkeit der Behandlung ausreichend?
zwischen der Ameisensäure- und der Oxalsäurebehandlung sollte eine strenge
Überwachung stattfinden (gefallene Milben zählen)
- Bienendichte verringern?
Nach Ende des Vortrags: Bitte von Manfred Riedel, die Oxalsäureverdampfung, die Dr.
Liebig zum Schluss seiner Laufbahn angeregt hatte, in Hohenheim weiterzuerforschen
und das Zulassungsverfahren anzustreben.
Nach dem Vortrag Kaffeepause und weiter mit Tagesordnung:
1. Bericht des Vorsitzenden
2. Bericht des Kassiers
3. Bericht des Kassenprüfers Klaus Fichtl
4. Entlastung der Vorstandschaft
5. Bericht des Zuchtobmanns
6. Verschiedenes

 

Am 20.03.2013 fand unsere Hauptversammlung statt.

 

Am Sonntag, den 03. Februar 2013 um 14:00 Uhr fand im Schützenhaus in Allmersbach i.T. (OT Heutensbach) ein Vortrag zum Thema “Angepasster Brutraum – welche Brutraumgröße ist ideal?” statt. Die Ausführungen von Imkermeister Hans Beer aus Heideck wurden mit großem Interesse verfolgt. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen.

 

Die Teilnahme am Backnanger Weihnachtsmarkt 2012 war erfolgreich.
Dank der tollen Mitarbeit der Vereinsmitglieder haben wir ein erfreuliches Ergebnis erreicht. Die angenehme Arbeitsatmosphäre im gesamten Team war besonders positiv. Wir werden irgendwann die Frage beantworten müssen, ob wir 2013 wieder dabei sind. Unabhängig von der Entscheidung ist es sinnvoll, Kritik und Verbesserungsvorschläge jetzt zu sammeln, da die Eindrücke noch frisch sind.